Posts mit dem Label Pädagogik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pädagogik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 15. Februar 2014

Braucht es Schule überhaupt? Unschooling

Die Thematik von Unschooling ist seit dem neuen Film von Erwin Wagenhofer "Alphabet" so aktuell wie nie zuvor.
Braucht es Schule überhaupt? Antworten dazu gibt André Stern in einem Interview bei Aeschbacher.




André Stern hat nie eine Schule besucht und wurde auch nicht von den Eltern unterrichtet und trotzdem ist er erfolgreich. Er spricht 5 Sprachen, ist Buchautor, Musiker, Instrumentenbauer und Informatiker.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Wie kann Mathematikunterricht gelingen?




Dieser Film zeigt wunderbar, wie und warum das konstruktivistische Lernverständis in der Mathematik funktioniert. Eltern und Lehrerinnen versuchen gerne, den Kinder einen Rechenweg vorzuzeigen, doch damit bringen wir sie um die Erfahrung, eigene Entdeckungen zu machen. Wie wir die Kinder mit einfachen Fragen auf ihrem Weg begleiten können, wird in diesem Film anschaulich dargestellt.

Die Kernaussage dieses Films finde ich persönlich sowohl für Grundschullehrerinnen als auch für Kindergärtnerinnen essentiell wichtig. Gelingt der Start in die Welt der Mathematik schon im Kindergarten, können die Kinder ein positives Gefühl für Zahlen und Formen entwickeln und folglich fällt ihnen der Übergang in die Schule viel leichter.


Mittwoch, 4. Dezember 2013

Alphabet - Filmtipp


98% der Kinder kommen hochbegabt zur Welt! - Nach der Schule sind es nur noch 2%". 

Ein Zitat aus dem Film "ALPHABET" von Erwin Wagenhofer, dem Regisseur von "We feed the world" & "Let's make money." Der Film ist seit November in den deutschen Kinos zu sehen. In der Schweiz wird er, soweit ich weiss, leider nicht gespielt. Er sollte jedoch schon bald auf DVD erscheinen.
Als Vorgeschmack auf einen vielversprechenden Film, poste ich hier schon mal den Trailer und den Link zum gleichnamigen Buch.


Buch.ch



Hier noch eine Beschreibung zum Film gefunden auf  lernwelt.at

Wie wollen wir unsere Kind ins Leben gehen lassen? 
Wollen wir sie auf eine Angstgesellschaft vorbereiten, in der es zu funktionieren gilt? Oder wollen wir, dass sie ein Leben in Freiheit, Verbundenheit und Glück führen können?
Die Zeit ist reif für eine Veränderung unserer Denkweise. Dafür werden wir neue Ideen erfinden und neue Begriffe formulieren. Statt Erziehung kann Beziehung , statt Profit kann Wert , statt Angst kann Liebe stehen. Was jetzt ansteht, sind also nicht neue Buchstaben, sondern ein neues Haltungsalphabet.
alphabet Das Buch mit bisher unveröffentlichtem Material, Interviews, Berichten von den Dreharbeiten zum Film und Tagebuchaufzeichnungen über die glücklichen ersten Jahre von Antonin Stern.Antonin wächst wie schon sein Vater ohne Schule und ohne Unterricht auf. Getragen von Verbundenheit und Begeisterung zeigt er uns, wie sehr wir den Kindern und ihren angeborenen spontanen Veranlagungen vertrauen können.
Ein Buch, das Mut macht, das Alte loszulassen, aus unserem selbst gewählten Gefängnis durch die bereits geöffneten Türen hinauszutreten und dem Neuen zu begegnen, das auf uns wartet. 

Freitag, 29. November 2013

Helikopter-Eltern

Bild: Beobachter.ch
Anfangs November ist im Beobachter ein empfehlenswerter Artikel zum Thema Helikoptern-Eltern erschienen. Der ganze Bericht kann nun online auf Beobachter.ch nachgelesen werden kann.

In diesem Bericht erzählt eine Kindergärtnerin aus Bern von den zunehmenden Ängsten der Eltern.
Sie erzählt zum Beispiel von einer Frau, welche sie bat, ihrem Kind das Spiel auf dem Klettergerüst zu verbieten. Oder auch von einem Mädchen, das vom Fruchtsalatschneiden dispensiert wurde: Den Eltern erschien der Umgang mit einem Messer zu gefährlich.

«Genau diese Kinder sind es, die sich im Kindergarten in den Finger schneiden», so Frick, «weil zu Hause das Mami alle Scheren und Messer unter Verschluss hält.»

Diese Erfahrung kenne ich nur zu gut aus einem Praktikum. Wir hatten innert kürzester Zeit drei blutende Finger. Einiger Kinder hatten zum ersten Mal ein Rüstmesser in der Hand. 

Seit ich nun selber Mama bin, kann ich aber die ängstlichen Eltern viel besser verstehen. Ich liebe meine kleines Gänseblümchen über alles und ich will unter keinen Umständen, dass ihr etwas zustösst. Doch das geht leider nicht und ist laut Jörg Frick, Psychologe und Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zürich auch nicht förderlich.

«Ängstliche Eltern fördern durch ihr Verhalten genau das, was sie eigentlich verhindern wollen»
Bild: augsburger-allgemeine

Letzte Woche wurde ich mit meinen eigenen Ängsten konfrontiert.
Ich sass in einem Kaffee in Zürich und habe eine Mutter mit ihrem Kind beobachtet, das auf einem Laufrad war. Bei diesem Anblick wurde es mir ganz bang ums Herz und ich habe kurz den Atem angehalten, als der kleine Junge ganz kurz vor dem Fussgängerstreifen stoppte. Am Abend habe ich meinem Mann von der Situation erzählt und wir diskutierten darüber, ob das Verhalten der Mutter fahrlässig gewesen war. 
Wir sind zu keinem Entschluss gekommen. Es ist gut und mutig, dass sie ihren Jungen alleine fahren lässt und ihm dies zutraut. Ich stelle mir jedoch vor, dass wenn er unter ein Auto gekommen wäre, wird sich diese Mutter ein Leben lang Vorwürfe machen. Ein Gefühl, dass ich keinem Menschen wünsche.

Genau am nächsten Morgen ist in meinem Nachbardorf ein 13 jähriger Junge auf dem Fahrrad tödlich verunglückt ist. Dieser Unfall hat mich sehr berührt und ich frage mich, wie er hätte verhindert werden können. Was kann ich als Mutter oder Kindergärtnerin tun, dass solche Unfälle nicht passieren? Kann ich überhaupt was tun?
Diese Mutter aus Zürich hat vielleicht genau das Richtige getan. Sie hat ihren kleinen Sohn neben der dicht befahren Strasse fahren lassen. So kann das Kind lernen, sich im Strassenverkehr korrekt und aufmerksam zu verhalten und vielleicht kann so sogar ein zukünftiger Fahrradunfall verhindert werden.

Zum Schluss kann man sagen, dass es keine leichte Aufgabe für die Eltern und Kindergärtnerinnen ist, ein gutes Mittelmass zwischen fahrlässig und überbehütet zu finden. 
Wie es die Kindergärtnerin im Zeitungsartikel auch sagt, wir müssen die Kinder loslassen und dabei ein gewisses "Gottvertrauen"mitbringen. Was anderes bleibt uns auch nicht übrig, wenn wir unsere Kinder zu selbständig handelnden Wesen erziehen möchten.

Take care
euer Fräulein Löwenzahn

Ps:
Kennt ihr auch Helikopter-Eltern, die ihr Kind durch ihre Ängstlichkeit in der Entwicklung hindern? Oder gehört ihr gar selber zu dieser Gattung Eltern?
Eure Meinung interessiert mich.

Montag, 21. Oktober 2013

Gerald Hüter über Lernen

Heut möchte ich kurz einen sehr bekannten Mann vorstellen, den viele von euch vielleicht schon kennen. Ich spreche von Gerald Hüter.
Er ist Hirnforscher und Bestsellerautor und hat meiner Meinung nach ganz viel Wichtiges über Lernen und gute Schulen zu sagen. Ich kenne ihn schon lange und bin ihm heute per Zufall wieder begegnet. Ich habe dann gleich Lust gekriegt mich wieder intensiver mit ihm zu beschäftigen. Da die Zeit aber grad ein bisschen knapp ist, begnüge ich mich vorerst mal mit seinen Vorträgen und Videos auf Youtube.

Schaut sie euch an. Es lohnt sich.

Gerald Hüter über das selbstorganisierte Kind

Wie man Kinder & Jugendliche inspirieren kann

Montag, 7. Oktober 2013

Remo Largo «Ein Kind ist nicht für die Eltern da»


Anfangs Septermber ist Remo Largos neues Buch mit dem Titel: "Wer bestimmt den Lernerfolg: Kind, Schule, Gesellschaft?" erschienen. Er plädiert darin für eine Schule, die der Individualität von Kindern – und explizit auch ihren Schwächen – gerecht wird und nicht den Ideologien von Bildungspolitikern. Hierbei handelt es sich bestimmt um ein hochinteressantes Buch, welches schon bald auf meinem Nachttisch liegen wird. Für all jene, denen das Buch zu lang ist, (111 Seiten) habe ich die wichtigsten Aussagen aus einem kürzlich erschienen Interview herausgepickt.
Er spricht darin über gute Schulen, was Kinder zum lernen wirklich brauchen und über den Spagat zwischen Familie und Beruf. Hier das ganze Interview



Was machen gute Schulen aus?

Die Schule ist dann erfolgreich, wenn möglichst jedes Kind seine Fähigkeiten ausbilden kann.Gute Schulen sind jene, die vertrauensvolle Beziehungen zwischen Schülern, Lehrern und Eltern herstellen können – das ist eine Grundvoraussetzung, damit Schüler lernen.

Wie lernen Kinder am besten?

Jedes Kind will individuell gefördert werden. Sonst sind die einen gelangweilt und andere verstehen nur Bahnhof.

Richtiges Lernen ist immer entwicklungsgerecht. Das heisst, neuer Stoff muss am Entwicklungsstand eines Kindes anknüpfen.

Wenn es den Kindern auf der Beziehungsebene gut geht und sie die Erfahrungen machen können, die sie für ihre Entwicklung brauchen, kommt es gut.

Auswendiglernen und Hausaufgaben verbessern den Lernerfolg nicht.

Studien zeigen eindeutig: Fünfjährige Krippenkinder sind weiter in der Entwicklung als jene, die allein zu Hause aufwachsen.

Über Lehrer und optimale Elterngespräche:

Die «Hattie»-Studie, die ich in meinem neuen Buch oft zitiere, zeigt: Lehrer tragen 30 Prozent zum Lernerfolg bei.

...auch viele Lehrer haben Teilleistungsschwächen. Ich würde sagen, fünf bis zehn Prozent von ihnen haben Legasthenie. Die sagen das aber niemandem – leider.

«Was denken Sie, bis wohin versteht Ihr Sohn die Zahlen?» In solchen Fragen werden sich Eltern und Lehrer immer einig. Wenn aber der Lehrer sagt «Ihr Kind hat eine Rechenschwäche», ist das doch eine Abwertung.

Über Eltern und ihre hohen Anforderungen und Ansprüche:

In gewissen Quartieren der Stadt Zürich gehen bis zu 90 Prozent der Sechstklässler ins Lernstudio, was die Eltern mehrere Tausend Franken kosten kann. Die Schüler lernen dort zwar, wie man die Prüfungsfragen löst – klüger werden sie dadurch aber nicht.

Viele Mütter und Väter haben Mühe mit dem Spagat zwischen Beruf und Familie, weil sie von Gesellschaft und Wirtschaft zu wenig unterstützt werden.

Kernaussage im Interview

Das Kind ist nicht da, um die Erwartungen der Erwachsenen zu erfüllen, sondern um zu dem Wesen zu werden, das in ihm angelegt ist. Es darin zu unterstützen, ist unsere Aufgabe.

Quellen:
Remo Largo: "Ein Kind ist nicht für die Eltern da" Migrosmagazin, 23. September 2013
Remo Largo: Wer bestimmt den Lernerfolg: Kind, Schule, Gesellschaft?(2013)1. Aufl. Zürich: Beltz
Bild: migromagazin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...